Umweltfreundlicher Umgang mit Druckerpatronen

Kategorien: Büroorganisation

Immer schön grün bleiben: Umweltfreundlicher Umgang mit Druckerpatronen

Bis zum „Weltumwelttag“ der Vereinten Nationen (am 5. Juni eines jeden Jahres) sind es zwar noch ein paar Monate, dass sollte uns jedoch nicht davon abhalten, jeden Tag an das ökologische Gleichgewicht in unserem Leben privat und beruflich zu denken. Ein Ansatzpunkt dabei könnte sein – ein umweltfreundlicherer Umgang mit Druckerpatronen.

Der Drucker ist nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken: Sei es im Copy-Shop, im Büro, in der Schule oder Universität – und nicht zu vergessen, auf dem heimischen Schreibtisch. Ein jeder hat Zugriff auf das technische Gerät. Es nimmt uns viel Arbeit ab (man denke nur zurück an die Zeit der Schreibmaschinen), druckt in Windeseile ein paar hundert Seiten mit Text oder bringt unsere schönsten Urlaubserinnerungen zu Papier.

 

Doch bei aller Liebe mit der das technische Wunderkind mitunter überhäuft wird, lässt sich leider ein gewaltiger Makel nicht übersehen: der beträchtliche (und in vielen Fällen sogar verschwenderisch) hohe Verbrauch von Druckertinte und Papier. Neben einer Überflutung der Büros mit Papiermassen kommt das hohe Druckaufkommen auch anderweitig der Umwelt nicht zugute. Dennoch gibt es Möglichkeiten, die Annehmlichkeiten mit Umweltbewusstsein zu verbinden.

Schon mal in den Mülleimer geschaut?

Traurig, aber wahr: In erster Linie verbrauchen wir einfach zu viele Druckerpatronen und zu viel Papier, weil wir überflüssigen „Müll“ ausdrucken. Nicht jedes Dokument oder jedes Foto, das ausgedruckt wird ist unnötig. Oft reicht es vielen Menschen nicht, die Datei nur auf dem Computer verfügbar zu haben, sondern sie benötigen in vielen Fällen noch ausgedruckte Versionen zum besseren Lesen oder Weiterverarbeiten. Viele Menschen sind noch nicht an eine papierlose Arbeitsweise gewöhnt.

 

Aber seien wir ehrlich, viel von dem, was wir am Tag so ausdrucken, landet am Abend im Papierkorb – vielleicht weil es sich nur um einen Entwurf handelte oder weil sich der Fehlerteufel eingeschlichen hat. Wie dem auch sei: Wenn man etwas für die Umwelt tun, dabei auch noch Druckertinte und Papier sparen will, so sollte man unnötiges Ausdrucken vermeiden und seine Sinne in dieser Hinsicht schärfen.

 

Wenn es nicht anders geht, sollte im Idealfall auch die Rückseite des Papiers bedruckt werden oder mehrere Seiten auf einer Seite zusammengefügt werden! Ein weitere letzter Tipp: Kaufen Sie Recyclingpapier, denn fast jeder zweite weltweit gefällte Baum wird zu Papier verarbeitet. Nach Angaben des Umweltbundesamtes spart Recyclingpapier gegenüber Frischfaserpapier bis zu 60 Prozent der Energie, 70 Prozent an Wasser sowie CO2-Emissionen und Abfall.

Originalpatronen versus alternative Tintenpatronen

Es gibt Menschen, für die es immer das Original sein muss. Bei Druckertinten bzw. Druckerpatronen sollte man sich allerdings auch mal nach sinnvollen Alternativen umsehen. In den meisten Fällen lässt sich so viel Tinte und auch Geld sparen, da die Alternativ-Druckerpatronen oftmals langlebiger sind als ihre Original-Counterparts. Probieren geht hier über Studieren!

 

Alternative Tintenpatronen stammen nicht direkt vom Original-Hersteller, werden aber unter den gleichen Bedingungen produziert. Zudem bekommt man bei Alternativprodukten meist auch noch mehr für sein Geld, da die Druckerpatronen voll befüllt werden, was bei den Original-Tintenpatronen gemäß der Verkaufsstrategie der Hersteller leider immer seltener der Fall ist.

 

Es versteht sich von selbst, dass die alternativen Druckerpatronen keine 1:1 Kopien sind, denn dies untersagt das Patentrecht weltweit. Es handelt sich bei den alternative Druckerpatronen um sogenannte „Rebuilt Patronen“  (recycelte Tintenpatronen), die mit einer qualitativ ebenbürtigen Tinte befüllt werden.

Tintenverbrauch per Software reduzieren

Zudem lässt sich Tinte sparen, indem man die Qualität der Ausdrucke niedrig hält. Dazu sollte man am heimischen PC vor dem Drucken einfach auf „Entwurfsmodus“ oder „schnell“ umschalten. Wenn das Dokument nicht unbedingt in Farbe benötigt wird, so hat man auch noch die Möglichkeit, vom Farbmodus auf „Graustufen“ umzustellen.

 

Daneben gibt es verschiedene kostenpflichtige Hilfsprogramme (z.B. Fineprint, Tinte-Bremse), die möglicherweise beim Sparen von Tinte helfen können. Es werden dabei Einsparungen von bis zu 75 Prozent versprochen. Damit würde die Druckerpatrone wohl bis viermal so lange durchhalten als das üblicherweise der Fall ist. Beim Druck von Fotos und Grafiken kann man laut Aussagen der Anbieter mit einer Einsparung von 25 Prozent rechnen.

Druckerpatronen richtig entsorgen

Jeder kann einen Beitrag zur Umwelt und Nachhaltigkeit leisten: Allein schon indem die Druckerpatronen nicht im Hausmüll landen – denn da gehören sie definitv nicht hin. Tintenreste und diverse Bestandteile der leeren Patrone schaden der Umwelt. Außerdem können leere Druckerpatronen gut zum Nachfüllen oder zur Herstellung neuer Patronen genutzt werden.

 

Die schonende Wiederaufbereitung von verbrauchten Tintenpatronen und Tonerkartuschen für Drucker, Kopierer und Faxgeräte findet bereits reges Interesse in Deutschland und ist eine umweltfreundliche Art der Entsorgung von Druckerpatronen. Viele Online-Shops wie beispielsweise HQ-Patronen.de oder Markenhersteller selbst (z.B. Canon, Lexmark) haben bereits eigene Recycling-Programme und bieten an, die Original-Tintenpatronen selbst zu entsorgen bzw. entsorgen zu lassen, wenn man sie einschickt. Daneben gibt es Drittanbieter (z.B. www.geldfuermuell.de), bei denen man alte Patronen abgeben und damit gegebenenfalls sogar noch ein wenig Geld verdienen kann. Auch diese leeren Druckerpatronen werden wieder aufbereitet.

 

Mit der richtigen Entsorgung der Tintenpatronen lässt sich aber nicht nur die Umwelt schützen, man kann sogar noch mehr Gutes tun, indem man die Patrone als Spende „entsorgt“. Das ist unter anderem mit der Caritas Box möglich. Leere Tintenpatronen und Tonerkartuschen (sowie Handys) werden in den Boxen der Caritas zur Wiederaufbereitung gesammelt und der Erlös kommt dann sozialen Projekten der Caritas zugute.  Selbstverständlich gehören nur funktionstüchtige leere Druckerpatronen in die besagte Box. Mitmachen kann dabei übrigens jede Einrichtung und Firma!

Ein letzter Tipp

Stellen Sie den Drucker nach jedem Nutzen wieder aus! Das Gerät sollte nicht im Standby-Modus betrieben werden, da dieser eine große Menge an Leistung und somit auch Energie verbraucht. Wenn der Drucker einen richtigen „On/Off“-Schalter hat, ist dies gar kein Problem, ansonsten einfach den Stecker aus ziehen.

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